Die Fährüberfahrt von Koh Lanta war Mist, denn Franz ist bis zum Erbrechen schlecht geworden und auch für Simons Gleichgewichtsorgan wars nicht ganz so prickelnd. Bei Anita gings, die konnte nur mitleidig zusehen und Mo hats zum Glück verschlafen. Auf jeden Fall grausts uns schon jetzt vor der Rückfahrt.
Die kurzen Zwischenstopps auf Koh Ngai und Koh Kradan waren ganz interessant, so konnte man zumindest von "außen" diese Inseln etwas betrachten.
Am Pier auf Koh Mook wurden wir dann mit dem Hotel TukTuk abgeholt (es gibt hier tatsächlich nur TukTuk, Roller oder Fahrrad) und ins Lamai Resort gebracht, wo wir unsere ersten beiden Nächte verbringen durften. Wohlfühlfeeling im Inselinneren mit Pool, schönem Zimmer mit Riesen Familienbett und Panoramafenster ins Grüne, tolle Außendusche, freiem TukTuk Service, lecker Frühstück. Sogar gscheiten Cappuccino gabs. Simon hatte leider wenig davon, er beschränkte sich sogar zum Frühstück teilweise auf Reissuppe und Tee da sein Magen ihm immer noch das gute Essen und teilweise auch die Thailand Laune verdirbt. Und leider hat es dann auch noch Anita mit Montezumas Rache erwischt. Zum Glück aber nur zwei Tage und nach fast 2 Wochen war es dann auch bei Simon endlich überstanden. Ok, Erkältung und Durchfall haben sich bei ihm die Klinke in die Hand gegeben.
Im neuen Hotel angekommen haben wir ein bisschen die Örtlichkeit erkundet. Der Hotelbesitzer hat uns gezeigt und erklärt welche Früchte und Kräuter hier alles wachsen und zur Krönung hat er uns direkt von der Palme ein paar Kokusnüsse geschnitten und geöffnet. Zwei "junge" zum Kokusnusmilch trinken und eine "alte" zum Fruchtfleisch essen. Das war echt toll.
Vom Hotel TukTuk haben wir uns am zweiten Inseltag an den Charlie Beach fahren lassen. Allein die Fahrt war irgendwie schon ein Erlebnis auf der einspurigen Straße durch die Insel.
Die letzten Meter zu Fuß zum Strand waren dann nicht schön. Man läuft durch die Ruinen eines ehemaligen Bungalow Hotels welches vor ein paar Jahren schloss bzw. schließen musste weil die Gegend zum Nationalpark erklärt wurde. Selten einen Nationalpark mit so viel Müll gesehen. Überhaupt hat Koh Mook schon ein sehr großes Müll Problem. Der liegt hier (bis auf die Hotelgrundstücke) eigentlich überall rum und trübt die Inselidylle schon sehr.
Der Charlie beach selber war dann aber gut. Zwar ohne Schatten aber mit schönem, glasklaren Meer mit Fischen in verschiedenen Farben, Krabben und Krebse und auch großen Fischschwärmen durch welche man einfach durchschwimmt, schnorchelt oder taucht. Da war auch Franz im Schlepptau von Simon ganz begeistert. Da es trotz Sonnenschirm zu heiß war ging es noch auf nen Happen in die coole, relaxte Strandbar bevor wir uns vom TukTuk wieder abholen ließen um den Hotelpool und das tolle Zimmer zu genießen. Und während man so im Pool liegt, läuft ein riesendrum Waran ganz gemütlich durch die Hotelanlage.
Am dritten Inseltag mussten wir das schöne Hotel leider verlassen (es war aber auch affig teuer) und sind in die zwar gut bewertete aber halt doch deutlich einfachere Unterkunft (Mook Inglay) gezogen. Tja, da haben wir dann schon erst mal geschluckt. Sauber ja, Anlage an sich auch schön, aber halt recht einfach alles. Wir haben etwas länger überlegt ob wir nicht doch wieder in das teure Resort zurückziehen. Aber letztendlich sind wir geblieben was dann auch gepasst hat.
Die neue Unterkunft liegt gleich zwischen Pier und dem kleinen Fischerdorf mit kleinen Supermärkten und einigen Restaurants und Straßenimbissen. Und es sind von hier aus nur ca. 5 Minuten an den tollen, weißen, und fast immer leeren Strand. Und so haben wir die Tage dann auch hier gut verbracht. Frühstücken gegangen oder mal was geholt, gespielt im Zimmer, an den Strand, ganz frech den Pool des Luxusresorts am Strand mitgenutzt und abends gut Essen gegangen. Waren dreimal im gleichen Restaurant welches etwas außerhalb lag.
Schon am zweiten Abend hat sich die Wirtin sehr über unseren erneuten Besuch gefreut so dass es als Nachspeise nicht nur frische Melone und Ananas gratis gab, sondern wir auch von ihren Kindern mit dem Restaurant TukTuk ins Hotel zurück gefahren wurden. Zu erwähnen ist hierbei dass der Sohn (am Steuer) ca. 12 Jahre alt und seine Schwester ca. 10 Jahre alt war. Ach ja, die Schwester musste nur mit um eine große Taschenlampe zu halten da am TukTuk Roller kein Licht ging. Ja, es ist schon etwas anders hier. Franz hat auch drei Tage später immer wieder gefragt ob der Junge in Deutschland auch Roller hätte fahren dürfen.
Wie ganz oben bereits erwähnt ist hier Ebbe und Flut recht spürbar. Und so liegen bei Ebbe weite Flächen frei, was toll ist zum Durchlaufen. Hat Anita sich am ersten Tag noch über die zwei Seestern gefreut war man irgendwann fast gelangweilt als man an unzähligen vorbei kam bzw. drüber stieg. Das mit dem Drübersteigen war bei den Krabben / Krebsen dann nicht mehr so einfach. Wirklich zu tausenden besiedeln die kleinen Tierchen die Sandbänke im Watt und wenn man sich nähert setzten sich Massen in Bewegung und graben sich dann ein. Da hatten unsere Jungs natürlich die größte Freude die Viecher vor sich her zu jagen oder gleich einzufangen. Was da auch keine Schwierigkeit war.
Neben den Krabben und Seesternen gab es auf Koh Mook noch viele weitere Tiere für uns zu sehen, Reiher, Eisvogel, Seeadler, großer Igelfisch im seichten Wasser, lange grüne Schlange beim Hotel, Tokeh sowie weitere Geckos in allen Größen, bunte Vögel...die Seekühe die sich im Seegras um Koh Mook hin und wieder tummeln haben wir leider nicht gesehen. Da haben Glück und Geduld gefehlt. Und so sind wir am letzten Tag angekommen. Die ganze Woche haben wir eine Entscheidung vor uns hergeschoben und heute war dann klar. Entweder jetzt oder nicht mehr. Die Rede ist von der "Emerald Cave". Das ist wohl so das Highlight auf Koh Mook und viele Tagestouristen kommen deswegen hier her. Eine Höhle welche nur vom Meer aus zugänglich ist, und welche zu einer kleinen Lagune führt. Was man so liest ist es quasi "The Beach" im Kleinformat.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten dort hinzukommen. 1. Von einem Boot bis zum Höhleneigang fahren lassen und mit einem Guide durch die 80 Meter, wohl wirklich stockfinstere Höhle, schwimmen. 2. Möglichkeit: Mit dem Kayak selber hin paddeln (30-45 Min einfache Strecke) und dann hoffen das Wasserstand und Wellen gut genug sind dass man durch die, immer noch stockfinstere Höhle langsam durchfährt. Beide Alternativen fanden wir mit einem 2 und 4 Jährigen nicht so prickelnd. Daher die Entscheidung bis heute rausgezögert. Letztendlich haben wir die Jungs entscheiden lassen ob sie da gern hinmöchten. Haben ihnen Bilder und Videos im Internet gezeigt. Aber beide wollten nicht. Gut, damit war es entschieden und die normale Strandalternative war auch sehr gut.
Die Woche auf Koh Mook ging jetzt wirklich fix rum und so geht es morgen früh um 9.00 wieder zurück nach Koh Lanta. Wir hoffen mal der Ozean ist diesesmal gnädiger zu uns...

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