19. Februar 2020

Thailand so im Allgemeinen

Zum Blog grundsätzlich vielleicht erstmal kurz: 
wir schreiben übrigens beide, Simon und Anita, total abwechselnd. Mal der ein Stück, mal der. Und ergänzen dann jeweils dazu. Läuft recht entspannt so. Die Variante gemeinsam überlegen und formulieren würd eher nicht klappen, da hatt dann doch wieder jeder so seine Vorstellung. Wenn irgendwo 'ich' steht, dann kann das also jeder von uns gewesen sein, das nur mal zu eurer Info. 

Und jetzt nochmal ein paar Thailand Allgemeinheiten die uns so eingefallen sind.

Essen: Pad Thai, also thailändische Nudeln, Curry, Fried Rice Chicken/Cashewnut/Pineapple, Roti-Pfannkuchen mit Banane, Nutella oder Cashewnut, Mango Sticky Rice, frische Früchte wie Melone, Ananas, Mango, Banane, Hühnchenspieße Chicken Satay, Fruchtshakes...
Ja, es ist gut das Thai Essen. Fisch und Seafood sind sicher auch klasse und fangfrisch, bloß stehen wir da leider nicht so drauf. Problematisch ist oft, dass auch non spicy den Kindern (vor allem Franz) noch zu scharf ist und sie die frischen Kräuter, Zwiebeln, Knoblauch nicht mögen. Wir müssen also schon immer wieder viel raussortieren. Gerade am Anfang war es schwierig, für die Kids was Akzeptables zu finden und der Ruf nach Pommes war groß. Die haben wir aber kaum bestellt und mit der Zeit haben sich die beiden Jungs dann doch ins thailändische Essen soweit eingefunden und jeder hatte so seine Lieblingsgerichte. Reis mit Ananas Hühnchen und Nüssen war Mos Favorit und Franz stand neben Shakes v.a. auf Hähnchenspieße und nicht scharfes Massaman Curry. So mit 8-13 Euro etwa kriegen wir zu viert gute thailändische Standard Küche, bei Getränken sind wir da aber schon eher sparsam. So ein Essen ohne Essen zu gehen hingegen ist schwierig. An den vielen Ständen entlang der Straßen gibts viel Frittiertes, das wir jetzt aber auch nicht ständig brauchen. In den kleinen Supermärkten außer Toastbrot, Chips und Keksen nicht viel Essbares, also meist auch kein Obst oder gar Gemüse oder irgendwas nicht Süßes aufs Brot drauf. 
Auf so manches freuen wir uns da dann auch wieder zuhause 😋

Es ist heiß. Wir schwitzen viel. Simon und Mo schwitzen eh schnell aber auch Franz und Anita läuft die Soße oft runter. Sätze wie "heute is der heißeste Tag", "so heiß war es gestern doch nicht" oder "wie in der Sauna" fallen öfters. Trotzdem ist es weniger schwül als befürchtet, zumindest an den meisten Tagen. Mit Klimaanlage im Zimmer um für nachts etwas runterzukühlen also überwiegend zum Aushalten (dafür Rotznasengefahr). Ohne Klima wäre es glaub nicht machbar für uns. Das mit der ausbleibenden Schwüle liegt vor allem daran, dass wir eigentlich, bis auf den letzten Tag, nie Regen hatten. Eine Nacht auf Koh Lanta mal etwas. Da ist dann auch gleich der Strom auf der Insel ausgefallen. Was jetzt nicht weiter verwundert, da es dort an vielen "Strommasten" knisterte und funkte. 

Obwohl wir so lange in Thailand sind sehen wir doch nur einen sehr kleinen Ausschnitt vom Land mit den Inseln hier im Süden in der Andamanensee. Wir machen keine Touren oder großen Ausflüge, es ist bei uns wirklich ein Insel- und Badeurlaub. 
Jede Insel hatte definitiv ihr eigenes Flair, war mal mehr, mal weniger touristisch. Was so Themen wie Müll oder Abwasser oder Schutz der Natur hier angeht: da das Bewusstsein der Thais und auch die Infrastruktur fehlen wärs eigentlich am Besten wir, also die 'Touris' allgemein, wären gar nicht hier haben wir uns schon manchmal gedacht. Weniger Leute weniger Verschmutzung quasi.

In der Hauptsaison sind viele Unterkünfte schon ausgebucht, v.a. wo Preis/ Leistung stimmt. Luxusresorts für 250€ die Nacht fänden wir leichter als so die Mittelklasse. Wir wollen eigentlich immer ne Klima, saubere Zimmer, i.d.R. feste Wände und Böden statt irgendwelcher Mattenbungalows. Dafür sind wir dann auch vor Getier in den Zimmern überwiegend verschont geblieben, von den ungebetenen Gästen im Siam Lanta, Ameisenstraßen, Mücken und lieben Geckos mal abgesehen. Noch ein extra Wort zu den Mücken: sie sind immer da diese hinterhältigen Mistviecher, nie in Horden, aber konstant anwesend. Wir haben uns fleißig mit Mückenzeug eingeschmiert, waren abends oft die einzigen weit und breit mit langärmligen Sachen. Erwischt hats uns trotzdem regelmäßig, v.a. Anita. Manchmal reicht ja ein blödes Mistding in der Nacht um morgens mit 15 Stichen aufzuwachen. Solang keins mit irgendner Übertragungskrankheit dabei war, wars insgesamt trotzdem erträglich mit den Viechern würden wir sagen. Moskitonetz haben wir nie aufgehängt jedenfalls.

Mit Einheimischen haben wir in erster Linie als deren Kunden zu tun. Meist freundlich erleben wir die Thais so, und 'kinderlieb'. Worüber sich Franz und Mo meist allerdings wenig freuen, denn die Kids werden schon sehr häufig völlig unerwartet angetatscht, am Kopf gestreichelt und unfreiwillig geknuddelt. Vor allem Moritz triffts da geballt, er wird wiederkehrend als Harry Potter oder Peter Pan gerufen und wohl als besonders anziehend empfunden. Gar nicht so einfach da höflich zu bleiben und die Kinder trotzdem zu befreien. Immer wieder leider nur schlecht bis kein Englisch sprechend erleben wir die Thais außerdem, manchmal sehr auf ihre wohl eine Aufgabe (z.B. Laub zsamrechen, Blumen gießen...) beschränkt. Dass der Mülleimer des Hotels seit Tagen überquillt (sofern es denn einen dieser raren Behältnisse gibt), übersehen geflissentlich alle Angestellten. Der Wunsch nach einer Seife auf dem allgemeinen Hotelklo, die Bitte den wackligen Wasserhahn im Zimmer mal festzuziehen etc wird standardmäßig bejaht um dann doch nie gemacht zu werden. Auch im hochwertigeren Resort störts niemand, dass der Spülkasten des Klos offensichtlich schon länger kaputt ist und man zum Runterspülen in den offenen Kasten greifen muss. Dass das gebrauchte Klopapier manchmal nicht ins Klo sondern den Eimer daneben geworfen werden muss oder es im Restaurant auch mal nur ein Stehklo ohne Spülung oder Papier, nur mit Wassereimer und Schöpfkelle gibt, kommt vor und gehört halt hier dazu. Schön, dass es nicht immer so ist.

Der Süden Thailands ist eher muslimisch als buddhistisch. Also den Muezzin haben wir fast jeden Tag gehört, was zur klassischen Thailandvorstellung irgendwie immer nicht so richtig passt. 

Viele sehr schöne Strände gibts hier, immer wieder auch Tiere zum Beobachten, das gefällt uns sehr. Und nachts im Dschungel die vielen Geräusche zu hören und dabei über den Bäumen den Sternenhimmel zu sehen, ja, das ist auch toll. Auch wenn es da immer noch 28 Grad hat. 😅

Thailand ist schön - wie gesagt haben wir ja nur einen sehr kleinen Teil gesehen - aber unser Lieblingsland wirds trotzdem nicht werden. Wir haben etwas gebraucht bis wir drauf gekommen sind warum. Der Hauptgrund ist wohl die gefühlte starke Trennung zwischen Tourismus und Einheimischen. Wie oben geschrieben haben wir mit Thais eigentlich nur als Kunden zu tun. Wir tauchen also nicht wirklich ein in das Leben hier, sondern bleiben immer Gast/Touri. Und wenn man doch mal durch Gegenden schlendert in welchen die Thais wohnen, so wie auf Koh Mook oder Koh Jum, dann hat das irgendwie was von 'Zoo', man betrachtet das Leben der Einheimischen. Weiterer Kontakt ist schon allein wegen der Sprache schwierig, oder auch weil der Lebensstandard so unterschiedlich ist und die Thai Familie halt in der Regel nicht da isst, wohnt, einkauft, badet (an den Stränden sind komischerweise eh kaum Thais oder Kinder, weshalb bleibt uns ein Rätsel) oder sonstwie ihre Freizeit verbringt wie wir. Und das ist schade. Bei unseren anderen großen Reisen in die USA, Australien oder auch in Italien hatten wir deutlich mehr Kontakt zu den Einheimischen, haben uns dort aufgehalten und die Reise 'gelebt' wie es die normalen Leute dort auch tun. Und das hat uns eben ein anderes Gefühl vermittelt als reiner Tourist zu sein, wir waren irgendwie mehr Teil des Lebens dort. 
 
5 Wochen waren uns im Endeffekt, für die Art Urlaub wie wir sie hier gemacht haben, doch zu lang. Klar, ins regenkalte Deutschland ziehts uns jetzt auch nicht. Aber für Thailand hätten wir uns zumindest an den 30 Tagen des unkomplizierten Visums bei Einreise orientieren können. Bei uns sinds 38 Tage, die wir so eher nicht gebraucht hätten. Und trotzdem waren sie sehr schön und sind im Nachhinein, wie immer, schnell vergangen.
Insgesamt hätten wir die erwähnten 8 Tage allerdings lieber in Down Under zugebracht. Aber oft ist man halt erst schlauer wenn man mal da ist. 

Auf geht's nach Australien!

2 Kommentare:

  1. In Augsburg ist es heute 20.02.20 wieder trübe und kühl. Da der Winter mit Schnee hier eh ausgefallen ist,versäumt ihr hier nichts. Mit dem Wohnmobil seid ihr dann flexibler und könnt auf Entdeckertour sein. Beim ersten Australien Tripp habt ihr uns ja schon so schöne Stellen gezeigt. Wir sind gespannt was kommt. Liebe Grüße um den Erdball von Ch+K

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  2. Ja das stimmt: Wenn du es nicht versuchst wirst du es nie erfahren!
    Bleibt neugierig und habt Spaß.
    Herzliche Grüße
    Sonja

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