16. Juli 2016

Entlang des Great Northern Highway!

Eigentlich sollte der Blog gestern (Freitag) online gehen aber kein Internet in der Natur. Daher ist das "jetzt" quasi gestern! :-) Also ich sitze jetzt gerade unterm Sternenhimmel, hinter dem Boab Baum. Dahinten leuchtet ein Lagerfeuer und ich höre Grillen zirpen. Und manchmal ne Mücke an meinem Ohr... Simon bringt, wie meist, Franz grad ins Bett. Wir saßen zum Essen noch draußen, obwohl es bereits so ab halb 6 dunkel wird, sind dann in den Camper zum Spielen, nach allabendlichen Protesten beim Zähneputzen durfte Franz dann das Fotobuch mit Bildern von den Lieben daheim anschauen, sich wie immer ein Pixi Buch aussuchen, dann die Geschichte vom Hasen hören und beten. Und dann genießen wir zu zweit noch ne Flasche Wein, also nicht immer, aber heute! Aber alles der Reihe nach. Es hatte doch was gutes dass wir am Dienstag soweit gefahren sind. Dadurch waren wir bereits ganz nah an unserem nächsten Ziel dem Geikie Gorge N.P. Kaum angekommen ging es gleich aufs Boot zur Tour auf dem Fitzroy river, entlang der steilen Schluchtwände. Und ein paar Süswasseerkorkodile sogenannte Freshies haben sich auch sehen lassen. War ne gute Tour. Nur etwas überteuert. Anschließend haben wir Franz in die Trage gepackt und sind noch zu einer kleinen Wanderung entlang der Schlucht. Mittagessen gab es dann ganz klassisch im Schatten eines Coolibahtree wie einst der Jolly Swagman. Und dazu gab es nen Kookaburra im old gum tree. Es waren sogar zwei Vögel. Lola brachte uns dann zur nächsten Rest Area. Die war gut gefüllt mit Campern. Und hier und da wurde ein Lagerfeuer entzündet. An einem Feuer hatten es sich mehere Camper gemütlich gemacht, denn zwei davon spielten Gitarre und sangen dazu. Das war richtig gut und schön so dass wir uns dazugesellten. Franz wurde sofort in Beschlag genommen und saß dann gefesselt vom Feuer und der Musik auf dem Schoß einer Ozzie Oma. Leider hat der einsetzende Regen dem romantischen Abend ein abruptes Ende bereitet. Als Entschädigung machten wir uns lecker Rumpsteak mit Süßkartoffeln und Ei zum Abendessen. Am nächsten Tag, also Do der 14. Juli, gings weiter nach Halls Creek. Von der Visitor Info erfuhren wir dass die ungeteerten Straßen alle gesperrt sind, aber zur China Wall könnten wir noch fahren. Also los. Bloß wo is die? Straße gesperrt heißts da, wir fahren trotzdem mal rein. Und sind schön für uns in der Landschaft. Chinesische Mauer leider Fehlanzeige. Also irgendwann umgedreht nicht dass wir doch noch im Schlamm stecken bleiben. Und siehe da, bei der Rückfahrt finden wir dann doch noch den Abzweig zur China Wall. Naja, ganz nett anzusehen die Kalksteinblöcke in der Landschaft. Und weiter geht's. Die Mittagspause fällt dann länger aus damit Franz toben kann und außerdem können wir vom Camper aus die nahen Kühe beobachten. Wir sehen sowieso viele Kühe, auch Pferde, viel mehr als die angeblich typischen Aussie Tiere wie Känguruhs. Und die Kühe etc. sind meist nicht hinter Zäunen sondern frei laufend an den Straßen unterwegs, also immer acht geben. Zur Rest Area ist es dann nicht mehr weit und wir braten uns lecker Porterhouse Steak mit Mais und Bohnen. Und ein eigenes Lagerfeuer das unseren Camper einräuchert gibts auch dazu. Des nachts im Dunkeln waren die wilden Pferde dann bis auf 10m neben uns. Wenn man nur mit Taschenlampen so draußen sitzt dann doch ein etwas mulmiges Gefühl irgendwie. Am nächsten Morgen sind wir nach Rührei und frischer Melone dann von der free campsite Muluks Rest Area Richtung Wyndham, haben uns zuerst The Grotto angeschaut, Anita von oben, Simon is die steilen Stufen zum natürlichen Pool runter. Dann waren wir in Wyndham beim 5 Rivers Lookout, hier waren die Kehren beim Berg hochfahren schon das halbe Erlebnis. Der Hafen wie der Ort haben die guten Jahre weit hinter sich gelassen, die Krokodile die hier laut Reiseführer früher auf die Reste der Fleischfabrik spekuliert haben sind abgetaucht. O.k., die Fabrik wurde schon in den 80er Jahren geschlossen... Wyndham selbst bietet nicht viel, der 'banana thick shake' war aber ne leckere Kalorienbombe. Parrys Lagoon Nature Reserve haben wir bei der Rückfahrt dann doch noch gefunden, Aussie typisch schlecht nur von einer Richtung aus angeschildert. Aber toll wars: wir sind bis zu nem Billabong gefahren, also nem Wasserloch, das auch jetzt während der Trockenzeit noch da is, und haben ne wunderschöne ruhige Szenerie aus Seerosen und verschiedensten Vögeln genossen. Uli, dich hatten wir in Gedanken dabei! Bienenfresser heißen die schönen bunten also, Simon kennt sich ja auch a bissi aus. Und dann sind wir zu Maggies Creek, umsonst Rest Area, hier lässt sichs leben! Also für ne Nacht zumindest, weil morgen brauchts mal wieder ne Dusche. Und jetzt ist morgen, also heute. Samstag der 16.7. An dieser Stelle gleich nochmals Alles Gute an Lea zur Firmung. Wir rufen gerade an. Am morgen ging es relativ flott los da das Duschbedürfniss doch enorm war. Also ab nach Kununurra und zur Touri Info wegen nem Campingplatz fragen. Es wurde der direkt am See. Da gegenüber der Touri Info gerade der Wochenendmarkt stattfand nahmen wir den auch gleich noch mit. Und da wir gestern schon keine Krokodile sahen, haben wir heute einfach welche gegessen. Lecker Croc Spring Roll! Jetzt gehts auf den Campingplatz zum ausführlichen Duschen, Wäsche waschen und einfach etwas nix tun. Soweit das mit nem Einjährigen geht. Nach erholsamen Stunden sind wir nochmals los. Erst zu Zebra Rocks. Also ner kleinen Galerie welche die besagten Zebra Steine verkauft. Steine haben wir nicht gekauft aber am Steg davor jede Menge Catfish und Schildkröten gefüttert. Franz fands super. Im Anschluss ging es in den Mirima N.P. der direkt an Kununurra angrenzt. Dieser gilt als der kleine Bruder der Bungle Bungles welche wir mit Lola ja leider nicht anfahren konnten. Aber der Mirima war richtig nach unserem Geschmack. Gute Anfahrt, gute Wanderungen, tolle Natur und nicht viel los. Allerdings mal wieder keine Kängurus gesehen. Schade. Zurück auf dem Campingplatz durfte Franz noch etwas am Seeufer den Vögeln zusehen, bevor es Hotdogs oder aber Baked Beans mit Reis gab. Wahnsinn, was der kleine isst und dann auch wieder hinten los wird. Mehr beim nächsten mal.... PS: in einem der früheren Blogs wurde mal geschrieben dass die Road Trains bis zu 37m lang sind. Falsch! Richtig ist bis 53,5m. Da macht überholen Spaß!

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