8. Juli 2016

Von nass und kalt in Karijini zu heiß und trocken in Broome

Tja, es bleibt uns wohl nichts anderes übrig als weiter zu fahren. Hilft ja nichts. Mistwetter! Da unsere weitere Fahrt eh über die asphaltierte Straße durch den Karijini N.P. ging konnten wir zwei kurze Starkregenpausen nutzen um zumindest zwei kleinere Wanderungen zu unternehmen. Somit konnten wir wenigstens ein bisschen was vom N.P. sehen. Und ja, der wäre schon toll gewesen. Allein schon der gute Eukalyptusduft der überall in der Luft hängt war super. Dreckig, die Parkplätze und Wege hatten sich in rote Schlammlandschaften verwandelt, und nass sind wir dann wohl oder übel weiter. Belohnt wurden wir dann mit einer tollen Rest Area als Schlafplatz. Oben auf einem Berg/Hügel mit tollen Blick. Umgeben von einer Mischung aus sanften grünen Hügeln und roten Felswänden. Fast eine Mischung aus Schottland und USA-West. Sehr toll und ein spitzen Platz für ein Zeltlager mit den ULFern! Leider war es auch hier noch etwas regnerisch und kühl. Am nächsten morgen ging es anfangs durch tolle Berg und Felslandschaften weiter wieder Richtung Norden und Küste. Canyonlands USA lässt grüßen. Nachdem die bergige Landschaft aber vorbei war ging es vorbei an montoner Einöde weiter. War jetzt nicht so toll zum Fahren. Zum Einen ein starker Wind und zum Anderen der von Road Trains (LKWs mit bis zu vier Anhängern und bis 37m Länge) viel befahrene Great Northern Highway. Jedesmal wenn so ein Teil vorbeigebrettert ist hat es Lola und uns ordentlich durchgeschüttelt. Und es fahren da viele dieser riesen Dinger rum. Der Great Northern Highway ist die Hauptverbindungsstraße aller Minen in der Pilbara Region nach Port Hedland was dann wiederum der größte Industriehafen in West Australien ist und unser nächstes Ziel. Mit 15000 Einwohnern zwar recht groß aber überhaupt nicht einladend. Und nachdem die Hafentour dann auch noch ausgebucht war sind wir auch schnell weiter. Nur noch kurz an den öffentlichen Duschen mal wieder richtig sauber gemacht und es geht weiter Richtung Broome. Ach ja, das Wetter an der Küste hier oben ist mit momentan bei 25 bis 28 Grad noch recht angenehm. Aber es wird jetzt dann immer heißer werden. Nach ca. 80 km hatten wir dann unsren nächsten Übernachtungsplatz erreicht. Wieder eine tolle umsonst Rest Area an einem Fluss unter schattigen Bäumen. Zwar wie fast wie immer ohne Klo und Dusche. Aber da gewöhnt man sich dran. Inzwischen sind wir jetzt auch im Krokodilgebiet angekommen denn hier haben wir jetzt den ersten Warnhinweis gelesen dass man am Fluss “crocodile wise“ sein soll. Also quasi pass auf dass du nicht gefressen wirst. Daneben hing dann noch ein Plakat dass im Juni im Fluss Bullsharks gesehen wurden. Schön in Australien! :-).Beim Frühstück gab es noch eine tierische Überraschung. Allerdings keine Krokodile, Kängurus oder Koalas. Nein, Kühe! Die laufen in den Weiten Australiens ja gerne mal frei herum. Hatten wir am Vorabend noch Eine über die Rest Area laufen sehen lief erst eine ganze Herde ca. 30 Meter an uns vorbei und wenig später dann standen um uns und Lola eine kleine Gruppe aus 7 Kühen und Kälbern. Franz fands super. Uns war es so bedingt geheuer! Und weiter gehts. Auf den über 600 km zwischen Port Headland und Broome kommen keine Örtchen. Nur drei Road Houses zum Tanken und nach etwa 250 km der Campingplatz am 80 mile beach. Der Reiseführer hat schon geschrieben dass dieser zum Verweilen einlädt. Und ja, aus unserem vorher besprochenem "da könnten wir bleiben" sind 2 entspannte Tage und Nächte geworden. Wie der Name schon sagt liegt der Campingplatz an einem ca. 130 km langen Sandstrand. Ein Paradies für Strandspaziergänger, Muschelsammler und Angler. Wir haben die Tage richtig genossen! Strandspaziergang zum Sonnenaufgang, in den Dünen zum Sonnenuntergang und dazwischen gesandelt, geplantscht und einfach entspannt. Vom Sternenhimmmel brauchen wir ja nicht schon wieder schwärmen. Krass ist hier der Tidenhub von 6 bis 8 Meter. Einmal ist das Meer ganz nah und man hört die Wellen nachts schlagen und dann ist es wieder ganz weit weg und man kann sich beim Wattwandern vergnügen. Aufgrund des großen Unterschieds ist die Strömung relativ stark so dass ausführliches Meerbaden hier nicht drin ist. Aber nachdem am Dienstag noch ein Hai in Strandnähe gesehen wurde und wir beim ersten Strandbesuch darauf aufmerksam gemacht wurden zieht es uns jetzt eh nicht so rein. Dafür hatten wir Glück dass wir am Mittwoch ankamen. Da gibts abends nämlich immer Burger und Pommes für 10 AUD. Man muss nur seinen eigenen Teller und Stuhl mitbringen. Klasse! Und Franz hat doch tatsächlich seine ersten Pommes bekommen, welche ihm sichtlich schmeckten. Heute am Freitag den 8.7. ging es schon ganz früh los. Wecker auf 5.30 Uhr. Noch im Dunkeln ging es über die 10km lange rote Sandpiste zurück zum Highway und an dann durch dichten Nebel der aufgehenden Sonne entgegen. Unser Plan noch ein paar Kilometer zu machen ehe Franz so richtig aufwacht ging so halbwegs auf. Aufgewacht ist er gleich aber mit Birne und etwas Bespassung gingen fast 200 km bis wir ne ausführliche Frühstückspause einlegten. Bei immer steigenden Temperaturen kam der Stop beim "the Mango Place" kurz vor Broome genau recht. Zwei Mangosmoothies bitte! Franz fands richtig geil. Dann ging es rein nach Broome. Und diesesmal nicht wie sonst üblich zuerst zur Touriinfo wegen Campingplätzen fragen. Nein, Simon hat vor ein paar Tagen doch glatt ganz heimlich ne Nacht in einem schönen Resort gebucht. So kann Anita in ihren Geburtstag in einem chefigen Kingsizebett rein schlafen. Die Überraschung ist gelungen. Im Pool mit Blick auf Meer und Mangroven haben wir den Nachmittag verbracht und den Abend am Strand. Zufällig zum Sonnenuntergang! Jetzt gab es lecker subway sandwiches, Franz schläft und wir lauschen der Partymusik der Hotelbar! Hach, so ein Hotelzimmer ist schon was echt schönes! Mehr beim nächsten mal...

2 Kommentare:

  1. Ja, Happy Birthday natürlich auch von uns. Sommer hier wie erwartet. Nix Neues von der Front. Täntsche

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  2. Wenn das obere Foto mit den steilen Abhängen, dem Wasserfall und ganz unten dem See das Karajini N.P. Gebiet ist, dann können wir verstehen, dass ihr dort bei schönem Wetter gern noch geblieben wart. Aber Küste und Meer ist immer wieder toll. Für Franz auch Kühe, die euch umzingeln. Gut, wenn man noch keine Gefahren kennt, gel Anita! Wir begleiten eure Reise und die Berichte mit großer Freude. Gottes Segen weiterhin. KlaCh

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