2. Juli 2016

Good Bay Osprey Bay

In Denham sind wir als nächstes zum Eagle Bluff Lookout, ohne hier das Glück zu haben weitere Meeresbewohner zu erspähen. Dann gings zum Whalebone Campground, wo wir über Nacht bleiben. So muss Australien sein: zum einen Camper Fenster aus der Blick auf ne tolle Bucht am Meer, aus den anderen Blick in Büsche und rote Erde. Wir campen direkt am Meer mit nur zwei weiteren Paaren, Franz kann sandeln, wir nachts den Sternenhimmel genießen. Wie wenn ne Kuppel über dich gespannt ist und die Sterne so leuchtend wie im Planetarium. Da verzichtet man auch mal auf Annehmlichkeiten wie ein Klo... Am nächsten Morgen, Mo der 27. Juni, gibts dann noch ein kleines Highlight: kleiner Hai im Wasser, nen guten Meter lang und erst sehen wir ihn in unsrer Bucht aus ca 3m Nähe und dann können wir ihn von nem Hügel aus gleich nochmal etwas länger in der Draufsicht betrachten. WOW! Weiter geht's dann wieder raus aus der Shark Bay zu ner längeren Fahrstrecke über das Wooramel Roadhouse nach Carnarvon. Dort erstmal auf den Spielplatz damit Franz sich wieder austoben kann. Und von dort auf ne lange Jetty ins Meer rein den Anglern zusehen. Vorräte auffüllen, Fish and Chips zu Abend essen - sehr lecker - und ein guter Campground. Wir sind zufrieden. In der früh nutzen wir die tollen Badekabinen des Campingplatzes für ein Bad zu dritt. Nach nem gemütlichen Frühstück füllen wir noch unsere Obst und Gemüsevorräte bei ein paar Farmen mit dazugehörigem Shop auf und fahren weiter Richtung Norden. Nächstes Ziel: Ningaloo Reef! Ein Korallenriff das sich im Nordwesten Australiens entlangzieht. Unsere erste Anlaufstelle ist Coral Bay. Ein mini Ferienörtchen. Auf einem der beiden Campingplätze bekommen wir noch ein Plätzchen. Gut besucht hier! Hauptsaison und Winterschulferien in Westaustralien beginnen auch noch. Bevor wir uns auf dem Campingplatz nieder lassen gehts erst an den Strand. Weiß wie fast immer und wenn die Sonne rauskommt glitzert das türkisfarbene Meer. Leider lässt die Sonne sich aber nur hin und wieder sehen. Egal. Franz genießt den Strand und das Wasser. Und wir jetzt das Ningaloo Reef. Das tolle an dem ist nämlich dass man nicht wie beim Great Barrier Reef mit dem Boot hinfahren muss sondern einfach ins Wasser geht, 3 Meter schwimmt und schon ist man da. Am ersten Tag haben wir es aber bei ins knietiefe Wasser gehen belassen. Für Anita war das schon etwas viel. Den kaum etwas gestanden wurden wir von einem Schwarm Snappers umschwommem. Schöne Fische in Karpfengröße. Bis hier hin waren noch alle begeistert. Als Franz aber dann sein Sandelschäufelchen ins Wasser vielen lies und die bis vor kurzem noch coolen Fische wie verrückt auf die Schaufel stürzten war für Anita der Badetag beendet. Dann lieber gemütlich Campingplatz, abends noch etwas dahinspazieren und gut. Am nächsten Tag wurde aber dann geschocherlt. Und es war toll. Zwar sind die Korallen in Strandnähe jetzt nicht ganz so bunt aber es sind tolle Gebilde und vor allem umgeben von Fischen und Fischchen in allen Farben. Und hin und wieder macht sich auch mal ein Rochen aus dem Staub. Abends sind wir dann noch zu einem längeren Strandspaziergang los. Aber die Bucht die zu gewissen Zeiten von Babyhaien voll ist war abgesehen von ein paar Rochen eher leer. War aber trotzdem toll. Am abend wurde Franz noch von einer australischen Rentnertruppe bespaßt. Sehr praktisch für uns da wir ganz in Ruhe abspülen und aufräumen konnten. "If you see a crocodile don't forget to scream: Aaaaah" Am Donnerstagvormittag ging es weiter Richtung Norden nach Exmouth bzw. den Cape Range Nationalpark. Der ist wirklisch toll und man kann an verschieden Stellen campen. Wenn man den einen Platz reserviert hat. Und wenn Schulferien sind am besten 6 Monate im voraus! Das hat uns keiner gesagt. Aber hin und wieder braucht man Glück. Welches wir vor drei Tagen hatten als wir im Internet noch für zwei Nächte einen Platz ergattern konnten. Nach kurzem Halt in Exmouth war der erste Stopp am Leuchtturm. Vom Hügel dort hat man einen tollen Blick auf den Exmouth Gulf und das Riff. Und wieder konnten wir Wale sehen die an der Küste vorbei zogen. Unser Campingplatz war dann auch wieder super. Direkt am Meer, große Stellflächen allerdings nur mit Plumpsklo und ohne Dusche. Aber wer braucht schon Luxus. Zum Sonnenuntergang gab es Strand mit ein paar Meeresschildkröten die immer wieder vor uns auftauchten. Der morgen beginnt ähnlich mit Strand und Schildkröten. Nur kommen dieses mal wieder Wale und dann auch noch eine Delphinmama und ihr kleines dazu. Bevor es an einen weiteren Strand zum Schnorcheln geht fahren wir noch in den Yardie Creek zu einer kleinen Wanderung. Hier gibts nämlich die seltenen black-footed Rockwallabies. Hatten wir vorher noch nie gehört aber tatsächlich welche in den Felsspalten sitzen sehen. Dann ging es wieder an den Ozean genauer gesagt zur Turquoise Bay und zum Loop Drift. Eine Strömung die die Schnorchler über die Korallenriffe treibt. Sehr geil. Zumindest für Simon obwohl er ja jetzt auch nicht der große Meerschwimmer ist. Aber Schnorcheln ist dann doch nicht ganz Anitas Sache. Auf dem Rückweg zum Campingplatz wurde es schon langsam dunkel und das ist Roo Zeit und diesesmal hätte es uns fast erwischt. Aber Lola hat es gerade noch erbremst. Das war ganz verdammt knapp! Dieses Känguru hatte einen großen Schutzengel! Und als wäre das nicht schon genug. Kaum sitzen wir gemütlich am Camper und bereiten das Abendessen vor hören wir die Kinder vom Strand brüllen Shark, shark... Und tatsächlich schwimmen da direkt am Strand zwei ca. 1,5 - 2 Meter große Riffhaie rum. Gut, damit hat sich für Simon das für morgen nochmals geplante Schnorcheln wohl auch erledigt. Der morgen begann wieder ganz entspannt. Frühstück und ausführlicher Strandspaziergang. Vom Wasser aus beobachteten uns die Schildkröten und vom Strand die großen gelben Krabben. Da das Wetter heute nicht so toll ist, warm aber windiger als normal und etwas regnerisch hat sich schnorcheln heute tatsächlich erledigt. Zu rauhe See. Also ist es Zeit dem Reef tschüss zu sagen. Auf dem Weg aus dem N.P. konnten wir noch einen Dingo neben der Straße und ein Echidna auf der Straße sehen. Guter Abschluss. In Exmouth werden jetzt nochmals die Vorräte etwas ausgefüllt und Franz darf quietschend vor Freude im Wasserpark plantschen! Und dann gehts los. Weg von der Küste und hinein ins outback. Wir sind gespannt. Good Bye Ningaloo Reef! Bist allein schon die Reise wert. Mehr beim nächsten mal.

2 Kommentare:

  1. Toll, so viele Viecher, die ihr beschreibt, hätte mir auch gefallen, sie zu sehen. Aber was ist Roo-Zeit? Bin jetzt schon ein wenig neidisch, was ihr alles erlebt. Ich glaub, ich reiche am Montag meinen Urlaubsantrag ein. Seid umarmt und viele Bussi an Euch ;-) Tante+Onkel

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  2. So schöne Erlebnisse und ihr seht alle drei so glücklich aus. Gut, dass ihr eure Träume erfüllt. Diese gemeinsame Zeit bleibt für immer in euren Herzen. Und wir genießen beim Lesen mit. Weiter so! KlaCh

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