Am nächsten Morgen sind wir dann in aller Früh zum Billabong bei unserem Campplatz und wurden dafür dann auch mit einem einsamen Saltie, leider nicht in Detailnähe, belohnt. Nach dem Frühstück merken wir schon beim Camper wiedereinräumen wie die Hitze aufsteigt.
Weiter gings dann nach Nourlangie zum Walk mit mehreren Aboriginal Felszeichnungen. Gut erhalten und bei den Felsen noch einigermaßen schattig immerhin. Die Geschichten der Aboriginies bleiben uns irgendwie sehr fremd anmutend, wenn sich Pflanzen in Menschen verwandeln oder andersrum weil z.B. das Essen falsch zubereitet war oder jemand zum grünen Grashüpfer wird weil er aus dem falschen Wasserloch getrunken hat oder ihn dann die Regenbogenschlange frisst oder der Blitzmensch oder.... da tauchen wir wohl nicht tief genug ein in diese Geschichtenwelt.
Am nächsten Billabong wird Mittagspause gemacht, leider entdecken uns gleich die Fliegen und auch Franz hat schnell bemerkt dass die nicht nur voll spannend sind sondern auch enorm nerven wenn sie einem immer in Nase und Auge fliegen. Ein Hoch auf die wohlerzogenen deutschen Fliegen! Aufgrund der Hitze muss jetzt jeder Schritt und Stopp wohlüberlegt sein. Der im Visitor Center ist noch ganz angenehm, der in Jabiru zum Tanken und Eiskaffee kaufen dann notwendig. Noch weiter in den nördlichen Teil des N.P. weil da weitere Felszeichnungen sind bzw. Wanderwege zu Aussichtspunkten? Ehrlich gesagt gehen uns bei 36 Grad die Zeichnungen langsam am A... vorbei, also nein. Auf dem Weg zum nächsten Campground im Kakadu ist dann Simon nochmal kurz aus dem klimatisierten Auto zum Vogelbeobachtungspunkt, Franz und Anita blieben drinnen, wenn ein Phönix aus der Asche steigt können wir ja immer noch nachkommen.
Das Aurora Kakadu Resort war dann für uns zwar auch nur normaler Campingplatz, aber gut in Preis/Leistung und mit Pool, also los ins Wasser!
Kleiner Exkurs zur Info für euch: man kann sich hier bei den kommerziellen Campgrounds meist zwischen powered und unpowered entscheiden, ersteres etwas teurer da mit Strom. Unsere Klima läuft leider nur mit Benzin beim Fahren, also hilft uns der Strom nicht zum Runterkühlen. Im Camper heizt sich alles wahnsinnig auf, jede Dose Mais, jeder Topf, jedes Stuhlbein glüht und der Motor ist unter den Sitzen und gibt weiter sehr viel Wärme in den Innenraum ab, also drinnen viel wärmer als draußen.
Aber powered am Campingplatz lässt uns immerhin unseren kleinen Ventilator anschalten und man muss morgens das Kaffeewasser nicht auf Flamme sondern im Wasserkocher heiß machen. Kochen im Camper scheidet jetzt quasi sowieso aus weil zusätzliche Hitze gar nicht geht.
Wie am Vorabend klatschen sich auch hier die Fliegen mit den Mücken ab wenn die Sonne untergeht. Na toll, denn wenn die Mücken im Camper einmal alle erschlagen sind müssen alle Türen zu bleiben, denn auch ohne Licht zieht die Wärme die Mistviecher sonst alle rein. Der arme Franz schwitzt also vor sich hin im Camper, Simonita kommen dann etwas später nach. Schlaf ist rar in diesen Nächten.
Am nächsten Morgen machen wir uns wieder schon vor dem Frühstück auf zu einem Walk, weil wir die erträglichen Temperaturen nutzen wollen. Monsoon Rainforest Walk klingt auch spannend. Wir sind schon nach den ersten Metern entnervt weil uns so blöde Riesen Bremsen begleiten. Aarggg! Und in der Trockenzeit auch nicht so richtig regenwaldig wie man sichs vorstellt, also drehen wir nach ca. ner halben Stunde wieder um.
Regenwald gibt's dann für Anita dafür mehr als erhofft beim Duschen. Also Frösche sind ja so an sich ganz nett anzusehen, aber mit einem Duschen?
In den Duschkabinen hier spinnenfreie und trockene Plätze für Handtuch und Co. zu finden ist eh schon immer nicht ganz einfach. Heut lugt auch noch ein Frosch zum Absprung auf das erfrischende Wasser aus Anitas Dusche bereit über die Trennwand zur nächsten Kabine. Also mit dem Flipflop runtergeschubst in den Nachbarbereich. 2 Min später ist er schon wieder da, schaut mich genauso frech an! Schnell fertig duschen und alle drei Sek
kurzer Check wo der grüne Freund grad hockt...
Nachdem die Sonne uns und Lola schon wieder ins Schwitzen brachte sind wir schnell los um die Klimaanlage zu genießen. Den kurzen Stopp bei einem weiteren Billabong hätten man sich auch sparen können. Beim Tankstopp am urigen Bark Hut Roadhouse hatten wir dann mal wieder Netz und die Nachrichten aus München haben uns aus der heilen Urlaubswelt schlagartig rausgerissen. So schlimm und traurig was gerade alles passiert! Und da regen wir uns wegen Hitze und Mücken auf.
Aber weiter geht unsere Reise. Wir kommen in die Wetlands und die Flüsse Marry und Adelaide in denen es vor Salzwasser Krokodilen nur so wimmelt. Im unterhaltsamen Wetlands Visitor Center entschließen wir uns dann doch noch für eine Tourikrolodiltour. Und zwar die "Spectacular Jumping Crocodile". Nicht zu Verwechseln mit der " original jumping crocodil tour". Die Tour war dann deutlich besser als gedacht. Erst durfte Franz ne Python anfassen und dann war es toll die Krokodile so nah zu sehen. Manche Krokodile wissen schon, wenn das Boot kommt gibt es kleine Häppchen. Und mit kleinen Köderm werden ein paar Krokodile zum Sprung aus dem Wasser gebracht. Der Tourguide behauptet dass dies ganz natürliche Bewegungen wären aber ob es wirklich so ist? Uns war es egal. Auf dem Boot war es im Schatten kühl und die Krokodile waren toll anzugucken. Dann geht es weiter in Richtung des nächsten und letzten N.P. Litchfield. Aber da der Tag doch schon wieder viel Fahren beinhaltet beschießen wir bereits vor dem N.P. einen Campingplatz anzufahren. Gleiches Spiel wie die Tage zu vor. Mücken außen, innen Backofen und Schlaf nur bedingt. Und kaum ist der morgen da, und die Sonne kommt raus wird es draußen auch wieder heiß und die Mücken tauschen mit den Fliegen! So geht es los in den Litchfield. Und der ist toll. Zwar auch sehr heiß und vor allem am Sonntag stark besucht aber echt toll. Dichter tropischer Urwald, viele Bäche, Wasserfälle und natürliche Pools die zum Baden einladen. Den ersten Wasserfall mit Pool erreichen wir nach schönen aber schweißtreibendem Walk durch den Regenwald. Leider ist es da aber so voll mit Leuten dass man es kaum genießen kann. Also plantschen wir etwas abseits in einem kleinen Becken bis wir darauf aufmerksam gemacht werden dass sich eine Wasserschlange gerade auf den Weg in unseren Pool macht. Und bei den australischen Schlangen weiß man ja nie. Also raus und wieder zurück zum Auto. Die nächste Bademöglichkeit müssen wir leider auslassen da es so voll ist dass es nicht mal mehr Parkplätze gibt. Also dann erst mal Mittagspause umzingelt von Fliegen, Fliegen und nochmals Fliegen und gemeinen Bremsen. Im Anschluss versuchen wir unser Glück an den Wangi Wasserfällen. Und ja. Super. Zwei große Wasserfälle mit kleinen See umgeben vom Bush. Zwar auch gut was los aber wir stürzen uns ins kühle Nass. Genial! Und als uns, unglaublich aber war im Wasser doch kühl wird, bleiben wir noch gemütlich auf der Wiese liegen. Am Campingplatz waren leider schon alle Plätze belegt so dass wir erst an den Picknickbereichen unser Lager aufschlagen. Franz ist nochmals eingeschlafen und verpasst somit leider das Känguru das in aller Ruhe vor ihm grast! Nach dem Essen Fahren wir dann doch noch zu den Zeltstellplätzen und ärgern uns über den Krach der Camper neben uns. Party auf nem National Park Campground ist halt irgendwie nicht passend. Ansonsten wieder gleiches Spiel. Außen Mücken und innen wartet der Ofen!
Da der Camoground direkt an den Wasserfällen liegt nutzt Anita am nächsten morgen die Chance und schwimmt noch ne Runde. Sie hat den ganzen See für sich alleine. Aber so ganz alleine bis zum Wasserfall schwimmen traut sie sich dann doch nicht. Duschen, Frühstück und es geht wieder los. Wir fahren noch ein bisschen weiter in den N.P. Bei den "Cascades" einer weiteren Bademöglichkeit schrecken uns aber die knapp 4 km Weg ab. Es ist zwar erst neun Uhr aber leider schon wieder sehr heiß. Also entscheiden wir uns wieder aus dem Park zu fahren. Auf dem Rausweg kommen wir nochmals an den Buley Rockholes vorbei. Da hatten wir gestern keinen Parkplatz bekommen. Ach komm, so früh sollte doch noch nicht viel los sein. Und ja, sehr gute Entscheidung. Ein Bach fließt über mehrere Ebenen ins Tal und es entstehen mehrere kleinere Wasserfälle und Pools. Einen haben wir ganz für uns allein. Das war so schön dass es absolut zu unseren Highlights der Reise zählt. Hier hätten wir auch ewig bleiben können. Aber die Australienzeit neigt sich ja auch dem Ende zu und daher geht es weiter Richtung Darwin. Auf dem Weg nach oben machen wir nochmals einen kurzen Abstecher in das Berry Springs Nature Reserve. Mal wieder warme Quellen die einen Bach speisen. Und wieder gehts rein zum Plantschen. Wahnsinn, so viel gebadet haben wir die letzten Jahre nicht. Nach Mittagessen unter schattigen Bäumen, einem Mangoeis der lokalen Mangofarm fahren wir weiter. Wir fahren in den Darwin Vorort Palmerston in eine kleine shopping mall. Die ist zwar gleich gesehen aber so schön kühl. Und wir haben Glück dass am Food Court die Läden am schließen sind und somit ihr Essen günstig raushauen. Nach zweimal chinesisch gehts auf den Big4Holidaypark. Lola ist inzwischen wieder so aufgeheizt dass es nicht mehr schön ist. Wir beschließen für die nächste Nacht ein Motel/Hotel zu buchen um mal wieder richtig schlafen zu können. Sind schockiert von den Preisen in Darwin und finden dann doch noch ein günstiges aber gut bewertetes Motel. Hierzu mehr im nächsten Blog. Anita geht jetzt mit Franz in den Wasserpark des Campingplatzes und Simon räumt Lola fast leer damit sich alle heißen Gegenstände nicht im Camper abkühlen. Und weil es heute klappt Franz draußen zum Schlafen zu bringen, er liegt unter Moskitonetz im Wagen, es nach Sonnenuntergang tatsächlich etwas runterkühlt (also auf ca. 23 Grad in der Nacht) und es vor allem von den Mücken her echt OK ist können wir Lola lang ausdampfen lassen und so ist die Nacht zwar warm aber nicht ganz so heiß wir es schon hatten. Mehr dann im letzten Blog über Darwin und den Australienabschied.








Habe eben euren vorletzten Blog aus Australien gelesen. Manche Dinge nicht gerade einladend. Noch schöne letzte Tage auf eurer Reise.Wir freuen uns, wenn ihr wieder da seid! Lasst es euch noch gut gehen. Seid alle drei umarmt und ein extra Bussi für Franz. LG MAMPA
AntwortenLöschenSo viele Mücken und Fliegen. Auch daheim kämpfen wir. Kommen uns vor wie in einem Kuhstall. Trotzdem, die Krokodile und die anderen Viecher und die Eindrücke brennen sich ins Hirn - beneidenswert! Tolle Restzeit euch Drei. Bis bald. Täntsche
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